{"id":16958,"date":"2023-12-24T06:19:53","date_gmt":"2023-12-24T05:19:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bahnmedien.at\/new_2017-08-09\/?page_id=16958"},"modified":"2024-12-05T18:16:13","modified_gmt":"2024-12-05T17:16:13","slug":"dieter-stanfel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bahnmedien.at\/new_2017-08-09\/unsere-autoren\/dieter-stanfel\/","title":{"rendered":"Dieter Stanfel"},"content":{"rendered":"<p>Dieter Robert Stanfel wurde am 16. April 1940 in M\u00f6dling, damals ein Teil von Wien, geboren. Er verstarb am 19.11.2024. Sein Vater, Dr. Robert Richard Stanfel, war Jurist und Eisenbahner, sp\u00e4ter kaufm\u00e4nnischer Direktor der \u00d6BB und Sektionschef f\u00fcr Eisenbahnen und Seilbahnen im Verkehrsministerium. Seine Mutter, Dr. Helene Stanfel, war promovierte Biologin. V\u00e4terlicherseits stammt Dieter Stanfel aus K\u00e4rnten und Wien bzw. dem Waldviertel, m\u00fctterlicherseits aus Tirol und Br\u00fcnn.<\/p>\n<p>Dieter Stanfel studierte Jus und beendete das Studium mit dem Magisterium. Nach kurzer T\u00e4tigkeit am Wiener Patentamt ging er als Spezialist f\u00fcr Arbeitsrecht in die Privatwirtschaft und leitete die Personalabteilungen der Firmen Ciba-Geigy, Hirtenberger und Kabel und Draht AG. Sein letzter Arbeitsplatz war der des stellvertretenden Personalleiters bei der Verbund AG.<\/p>\n<p>Schon als Kind interessierte er sich f\u00fcr Eisenbahnen, einerseits wegen des Berufs seines Vaters, andererseits auf Grund von Eindr\u00fccken am Bahnhof Erdweiss in der heutigen Tschechischen Republik und in Gm\u00fcnd, wo die Familie gegen Ende des Krieges kurz wohnte. In weiterer Folge faszinierten ihn Z\u00fcge auf der Arlbergbahn, wo die Familie kurze Zeit in Pettneu bei Verwandten wohnte, und schlie\u00dflich in Villach, wo Dieter Stanfel seine Volksschulzeit verbrachte. Sein Vater war in der dortigen \u00d6BB-Direktion t\u00e4tig. Am Schulweg, der ihn \u00fcber eine Bahnhofsbr\u00fccke f\u00fchrte, konnte er regelm\u00e4\u00dfig Z\u00fcge beobachten.<\/p>\n<p>Er engagierte sich bald, inzwischen in Wien und sp\u00e4ter in Pressbaum wohnend, bei Vereinen wie dem Verband der Eisenbahnfreunde, den K\u00e4rntner Museumsbahnen, dem Club 598 und der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Lokalbahnen. Einer der ersten Eisenbahnvereine, wo er sich engagierte, war der Club 760, bei dem er in den Sommermonaten der 1970er Jahre regelm\u00e4\u00dfig die Dampfbummelz\u00fcge der Murtalbahn als Begleiter f\u00fcr die Reisenden betreute.<\/p>\n<p>Als Kind war er einmal mit seiner Mutter auf der Gurktalbahn gefahren und bei jeder Station ausgestiegen, um auf der Fahrkarte die Lok zu zeichnen. Aus dem Interesse f\u00fcr diese Bahn und wegen seiner famili\u00e4ren Herkunft aus K\u00e4rnten begann er, ein Buch \u00fcber die Geschichte dieser Bahn zu schreiben. Er verbrachte mit seiner Familie den Urlaub nun nicht nur bei der Bahn im Murtal, sondern auch in K\u00e4rnten, um f\u00fcr das Buch zu recherchieren. Auch arbeitete er mit Manfred Hohn und Helmuth Figlhuber an einem Buch \u00fcber die Lokalbahn M\u00f6dling \u2013 Hinterbr\u00fchl. Bei diesem war er urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Zeichnungen verantwortlich, war aber letztendlich auch Mitautor gro\u00dfer Teile des Textes. Beide B\u00fccher erschienen in den 1980er Jahren. Ein Buch \u00fcber die Ybbstalbahn, f\u00fcr das er viele Jahre lang vor Ort und in Archiven recherchierte, erschien erst in den 2010er Jahren. Durch seine intensiven Recherchen in diversen Archiven sammelte er eine gro\u00dfe Menge an Daten \u00fcber Eisenbahnen, aus der weitere B\u00fccher \u00fcber die Heersfeldbahnen der k.u.k. Armee im Ersten Weltkrieg und Fachartikel in Zeitschriften entstanden.<\/p>\n<p>Sein Interesse f\u00fcr Eisenbahnen zeigte sich auch in der Fotografie, wo er seit den 1960er Jahren vor allem auf Farbdias diverse Schmalspurbahnen in \u00d6sterreich dokumentierte. Das umfassende Archiv wartet noch darauf, durch Publikationen der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht zu werden.<\/p>\n<p>Neben den Eisenbahnen gilt sein Interesse der klassischen Musik, besonders der romantischen Oper. Er besitzt ein umfangreiches Archiv an historischen Tonbandaufnahmen und sonstigen Tontr\u00e4gern, die den Sammlungen an Eisenbahnliteratur und seinem Fotoarchiv nicht nachstehen. Ein weiteres Feld, das er fotografisch dokumentierte, sind die Kulturbauten \u00d6sterreichs, die er systematisch nach Bundesl\u00e4ndern bereiste und fotografierte. Vor allem die eher unbekannten Sakralbauten und Bauerngeh\u00f6fte am Land suchte er daf\u00fcr auf. Gleiches tat er auch bei zahlreichen Studienreisen ins Ausland, wie Osteuropa, T\u00fcrkei oder Syrien. Schlie\u00dflich gilt sein Interesse der Radi\u00e4sthesie, die er viele Jahre lang aus\u00fcbte, und dabei regelm\u00e4\u00dfig zur Brunnensuche, Vermessung historischer Geb\u00e4ude und \u00e4hnlichem engagiert wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieter Robert Stanfel wurde am 16. April 1940 in M\u00f6dling, damals ein Teil von Wien, geboren. Er verstarb am 19.11.2024. 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